Was für ein Meisterschaftswochenende für die Fari! Bei den Titelkämpfen in Krefeld konnten unsere Athletinnen und Athleten nicht nur mit Finalteilnahmen überzeugen, sondern auch mit einer ganzen Reihe von Medaillen nach Hause fahren. Besonders erfreulich: Die Erfolge verteilten sich über mehrere Altersklassen und Bootsklassen. Das zeigt, dass die Fari im Leistungssport breit und nachhaltig aufgestellt ist – vom Nachwuchs bis in den U23-Bereich.
Bereits bei der U23-DM gab es für unsere Favoriten allen Grund zum Feiern. Julius erwischte ein herausragendes Meisterschaftswochenende und gewann gleich dreimal Gold: im LGW 2-, im LGW 4- und im LGW 8+. Drei Starts, drei Titel – eine außergewöhnliche Leistung, die nicht nur starke Physis, sondern auch Rennhärte, Vielseitigkeit und Nervenstärke beweist. Wer in mehreren Bootsklassen auf höchstem nationalem Niveau ganz vorne landet, hat über die gesamte Saison hinweg konstant und konsequent gearbeitet.
Auch Ben Tazir konnte sich in die Siegerliste eintragen. Er gewann Gold im 8+ und trug damit zum starken Abschneiden der Fari im Achterbereich bei. Gerade im Achter kommt es auf das perfekte Zusammenspiel der gesamten Mannschaft an: Rhythmus, Vertrauen, gemeinsame Härte und saubere Abstimmung müssen auf den Punkt sitzen. Dass Ben mit seiner Mannschaft ganz oben auf dem Podest stand, ist ein starkes Zeichen für seine Entwicklung und seine Qualität als Mannschaftsruderer.
Komplettiert wurde die U23-Bilanz durch Max, der im 8+ Bronze gewann. Auch diese Medaille ist ein großer Erfolg, denn in den Großbooten ist die nationale Konkurrenz traditionell besonders dicht. Ein Platz auf dem Podium zeigt: Max und seine Mannschaft waren mitten in der deutschen Spitze dabei und haben sich den Lohn für harte Trainingsmonate geholt.
Während die U23 bereits glänzend vorgelegt hatte, ging es für die U17- und U19-Athleten der Fari ebenfalls um Finalplätze, gute Platzierungen und Medaillen. Schon in den Zwischenläufen deutete sich an, dass auch hier einiges möglich sein würde. Conner qualifizierte sich im 1x für das Finale, Lukas erreichte im 4x den Endlauf, und Ben Albers zog im 2x ins Finale ein. Damit war die Fari in mehreren Bootsklassen in den entscheidenden Rennen vertreten.
Am Ende standen auch bei der U17/U19-DM starke Ergebnisse zu Buche. Besonders erfolgreich war Ben Albers, der im JMB 8+ Gold gewann und zusätzlich im JMB 2x Silber holte. Zwei Medaillen in zwei unterschiedlichen Bootsklassen sind ein starkes Ausrufezeichen. Im Doppelzweier zählt die direkte Abstimmung mit dem Partner, im Achter dagegen die Einordnung in ein großes Mannschaftsgefüge. Ben zeigte in beiden Formaten, dass er auf nationalem Niveau konkurrenzfähig ist.
Eine weitere Medaille gewann Luis Schwersmann. Er holte Bronze im JMA 8+ und sicherte der Fari damit auch bei den A-Junioren einen Platz auf dem Podium. Gerade der JMA-Bereich ist für viele Athleten eine wichtige Stufe auf dem Weg in den Erwachsenen- und U23-Sport. Eine Medaille in dieser Altersklasse ist deshalb nicht nur ein schöner Erfolg für den Moment, sondern auch ein Versprechen für die kommenden Jahre.
Neben den Medaillen gab es außerdem diverse gute Finalplatzierungen weiterer Fari-Athleten. Diese Ergebnisse dürfen in der Betrachtung nicht untergehen. Wer bei Deutschen Meisterschaften ein Finale erreicht, gehört bereits zur nationalen Spitze seiner Altersklasse. Für die Aktiven ist das Bestätigung und Ansporn zugleich; für Trainerinnen, Trainer und Betreuende ist es ein Zeichen, dass die Arbeit auf dem Wasser, im Kraftraum und im Wintertraining Früchte trägt.
Die Titelkämpfe haben damit eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und leistungsstark der Rennsport in der Fari ist. Goldmedaillen sorgen natürlich für die größten Schlagzeilen, doch der eigentliche Erfolg liegt tiefer: Viele Athleten haben sich entwickelt, sich in starken Feldern behauptet und wichtige Rennerfahrung gesammelt. Genau daraus wächst die nächste Generation von Leistungsträgern.
Entsprechend groß war der Anlass zur Freude beim angekündigten Stegempfang am 30. Juni um 18:54 Uhr. Solche Momente gehören zum Vereinsleben dazu: Die Boote sind längst wieder abgeladen, die Rennen analysiert, die Anspannung fällt ab – und dann darf gemeinsam gefeiert werden. Für die Athleten, die Trainerteams, die Familien und alle Unterstützerinnen und Unterstützer ist ein Meisterschaftswochenende wie dieses ein besonderer Moment.
Die Fari gratuliert allen Medaillengewinnern, Finalisten und Beteiligten herzlich zu diesen starken Leistungen. Dieses Wochenende hat gezeigt: Unsere Favoriten sind nicht nur am Wasser zuhause – sie sind dort auch richtig stark.
Text: Yannick Burg, Cheftrainer RCFH
Fotos: mein ruderbild, rudern.de